Mitarbeiterbeteiligung als Teil einer Gesamtvergütung

In der Unternehmens-Praxis sind die Beteiligungsprogramme meistens keine insolierte Massnahme, sondern Bestandteil umfassender Vergütungssysteme (auch „Total compensation“):

  1. Fester Lohn (auch Fixlohn, Basislohn, Grundlohn)
  2. Variable Vergütung mit (kurz- und langfristige) Anreizen
    • Bonus
    • Mitarbeiterbeteiligung
  3. Fringe Benefits

Ziffer 1 ist die Entlohnung für die Zurverfügungstellung der Arbeitskraft und Ziffer 2 die Belohnung für die anreiz-orientierte Verhaltungssteuerung auf Leistung und Erfolg. Ziffer 3 wird heute in der Regel nur noch ans oberste Kader, im Sinne von Operabilitätsvorteilen im Interesse des Unternehmens erbracht. Die Festlegung der Anteile der drei Vergütungsarten an der Gesamtvergütung ist eine komplexe und heikle Aufgabe.

Die Tendenz geht also in Richtung niedriger Basislohn und hohe variable Vergütung; diese Tendenz birgt das Risiko einer Fehlentwicklung in sich, nämlich die Spekulation auf hohe Vergütung ohne eigene Risikotragung (höchstens Verlust des Beteiligungskapitals); Charakter und Verantwortungsbewusstsein sind gefragt.

Die Höhe der anreiz-bedingten Gesamtvergütung steht betrieblich (shareholder value vs. stakeholder value; siehe Box) und politisch (Abzocker-Initiative; siehe Box) in einem Spannungsverhältnis.

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